
: ein Leben für den FC Bayern / Christoph Bausenwein. – Göttingen: Verl. Die Werkstatt, 2009. – 447, [16] S.: Ill. (überw. farb.); 22 cm
Nach einer sehr erfolgreichen Laufbahn als Fußballer, die Uli Hoeneß bis zum Weltmeistertitel mit der deutschen Nationalmannschaft führte, brachten chronische Kniebeschwerden das Ende der Karriere mit 27 Jahren. Bald darauf wurde er als blutjunger Manager des FC Bayern mit einem Schuldenberg von 3,5 Millionen Mark konfrontiert. Dass er in etwas mehr als 30 Jahren daraus einen Verein gemacht hat, den man durchaus als reich bezeichnen kann und der umsatzmäßig in der Fußballwelt an zweiter Stelle steht, zeigt, dass er auch in seinem neuen Beruf Außergewöhnliches geleistet hat. Als Vermarkter, geschickter Verhandler für alle Art von Verträgen, Anwerber von Sponsoren und "Macher" des neuen Stadions hat er Spuren hinterlassen. Wie ist eigentlich der Mensch Uli Hoeness, der 1982 einen Flugzeugabsturz überlebte? Christoph Bausenwein ist es gelungen, auch diese fast unbekannten Seiten herauszuarbeiten. Da finden wir plötzlich einen sehr sensiblen Familienmenschen, der es geschafft hat, ohne Skandale und Scheidungen sein "privates Nest" zu bauen. Darüber hinaus ist er immer bereit zu helfen, wenn er kann, ob es sich um ehemalige Spieler seines Vereins handelt, die durch Krankheit oder anderes Missgeschick nicht mehr auf die Füße kamen, oder um Menschen, die in Not geraten sind. – Das mit einigen Fotos ausgestattete Buch über diesen herausragenden Manager, außergewöhnlichen Fußballer und ungewöhnlichen Menschen ist ein Leckerbissen für alle Fußballfans, auch die, die den Uli Hoeneß eigentlich gar nicht mögen.
Gerd Fleder
MedienNr.: 317 817 fest geb.: 28,00 €

: auf der Suche nach dem perfekten Spiel / Christoph Biermann. – 1. Aufl. – Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2009. – 255 S.: Ill.; 21 cmChristoph Biermann ist einer der profiliertesten deutschen Fußball-Journalisten. Er hat bereits diverse ernsthafte und unterhaltende Bücher über die Welt des runden Leders verfasst. In der "Fußball-Matrix" macht er sich auf die Suche nach dem perfekten Spiel. Der Leser begibt sich mit Biermann auf eine Reportagereise zum modernen Fußball. Er erkundet den Einsatz neuer Medien, die Fitnessfrage, die mathematische Berechenbarkeit des Spiels und die Strategie beim Spielereinkauf. Sein Weg führt über die TSG 1899 Hoffenheim zum Meistertrainer Felix Magath, durch den Bestechungssumpf des italienischen Fußballs und über viele weitere Stationen zu der Erkenntnis, dass aller Planung und Strategie zum Trotz die Unberechenbarkeit des Spiels dessen wahren Reiz ausmacht. Über seiner leidenschaftlichen Begeisterung für das Fußballspiel vernachlässigt Biermann jedoch nie den kritischen Blick des Journalisten. – Das Buch bietet inhaltliche Klasse und weist weit über die Tagesaktualität hinaus, deshalb kann es für den Grundbestand im Bereich Sport breit empfohlen werden.Marion SedelmayerMedienNr.: 563 659 fest geb.: 16,95 €

: ein Junge wird zur Legende / Luca Caioli. – Göttingen: Verl. Die Werkstatt, 2010. - 239, [8] S.: Ill. (farb.); 22 cm. – Aus dem Engl., Kap. 37 aus dem Span. übers.
Am 24. Juni 1987 kommt der kleine Lionel in Rosario auf die Welt. Der Vater ist Abteilungsleiter in einer Stahlfirma und die Mutter arbeitet in einem Betrieb, der Magneten herstellt. Lionel ist zwar ein zarter und kleiner Bub, liebt aber den Fußball über alles und versteht es, größere und ältere Gegenspieler ganz leicht auszuspielen. Sehr schnell bekommt er den Spitznamen "La Pulga", der Floh. Mit fünf Jahren tritt er in seinen ersten Fußballverein ein. Drei Jahre später wechselt er zu den Newell's Old Boys, wo er schon mit knapp zwölf Jahren in der ersten Mannschaft spielt. Er ist gerade 13 Jahre alt und kaum 1,40 m groß, als seine Eltern nach Spanien auswandern, um der Wirtschaftskrise in Argentinien zu entkommen. Dort soll auch mit einer Hormonbehandlung versucht werden, Lionels Wachstumsstörungen zu behandeln. Nachdem der Jugendtrainer des FC Barcelona ganz begeistert von dem Talent des Jungen ist, übernimmt der Verein die Therapiekosten. Vier Jahre lang gibt es jeden Tag eine Spritze in beide Beine. Bei diesem Verein spielt er noch heute und inzwischen ist Lionel Messi auch aus der argentinischen Nationalmannschaft nicht mehr wegzudenken. In dieser Biografie eines erst 23-Jährigen wird nicht nur auf die großartige Karriere eingegangen, sondern viel mehr noch auf das Familienleben, das Umfeld und vor allem auf den Menschen Lionel Messi. – Das Buch sollte in keiner Bücherei fehlen, die Fußballfans aller Altersklassen zu ihren Lesern zählt.
Gerd Fleder
MedienNr.: 338 953 kt.: 14,90 €

: hinterhältige Fußballgeschichten sowie zwei Dialoge und zwei Gedichte / ausgew. von Daniel Kampa .... – 1. [Aufl.] – Zürich: Diogenes, 2008. – 300 S.; 18 cm - (Diogenes-Taschenbuch; 23748)
Nach der EM ist vor der WM. Für die literarische Vorbereitung auf das Turnier empfiehlt sich die glänzende Anthologie aus dem Diogenes-Verlag. Die Herausgeber haben nicht nur die altbekannten Fußballgeschichten von Ödon von Horvath oder Peter Handke neu zusammengestellt. Sie haben auch in der Gegenwartsliteratur Anspielpartner gesucht und gefunden. Etwa Loriots Rede zum 100-jährigen Geburtstag des FC Bayern oder Sybille Bergs "Halbzeit", eine furiose Abwehrschlacht gegen die Fußballbegeisterung. Das Autoren-Team ist hervorragend aufgestellt. Ein Buch, das nicht nur Sports- sondern auch Literaturfreundinnen und -freunden gefallen kann.
Alois Bierl
MedienNr.: 558 544 kt.: 9,90 €

: ein allzu kurzes Leben / Ronald Reng. – München [u.a.]: Piper, 2010. – 426 S.: Ill. ; 22 cm
Am 10. November 2009 erschütterte die Nachricht vom Tod Robert Enkes nicht nur die sportinteressierte Öffentlichkeit. Ein Fußballtorwart der Extraklasse, Kapitän von Hannover 96 und Stammtorhüter der Nationalmannschaft, hatte seinem Leben ein Ende gesetzt. Über die Medien erfuhr man, dass der Spitzensportler, der eigentlich in seinem auch wirtschaftlich abgesicherten Leben alles erreicht hatte, an Depressionen litt. So wurde diese im Extremfall lebensgefährliche Krankheit einem breiten Publikum deutlich gemacht. Die Biografie, die ein enger Freund Robert Enkes geschrieben hat, sollte eigentlich am Ende der Karriere stehen. Der Autor hat sich immer wieder Notizen gemacht, wenn in gemeinsamen Gesprächen interessante Fakten auftauchten. So entstand ein Buch nicht nur über das Leben und die Karriere des Sportlers, sondern auch über den Menschen und die Krankheit, die sein ständiger Begleiter war. Über zwei Vereine in Jena in seiner Jugendzeit kam Robert Enke 1996 zu Borussia Mönchengladbach. Nach seinem Wechsel zu Benfica Lissabon kamen der FC Barcelona, Fenerbahçe Istanbul und CD Teneriffa als weitere internationale Vereine dazu. 2004 kehrte er nach Deutschland zurück zu Hannover 96, wo er bis zu seinem Tod blieb. Parallel entwickelte sich seine Karriere in der Nationalmannschaft und es war klar, dass er die Nummer 1 bei der Weltmeisterschaft in Südafrika tragen würde. Auch sein Privatleben schien nach dem schmerzhaften Tod der Tochter im Alter von zwei Jahren in ein neues Glück gemündet zu sein, als das Ehepaar Enke 2009 ein zwei Monate altes Mädchen adoptiert hatte. Dass aber alle menschlichen und beruflichen Erfolge machtlos gegen die Krankheit Depression waren, beweist der Selbstmord am Ende eines viel zu kurzen Lebens, das der Autor so einfühlsam beschreibt, dass man als Leser das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.
Gerd Fleder
MedienNr.: 337 360 fest geb.: 19,95 €

: zurück ins Leben; die Geschichte eines Fußballspielers / Michael Rosentritt. – 1. Aufl. – Hamburg: Edel, 2009. – 247, [24] S.: Ill. (überw. farb.); 26 cm – (Edel Vita)
Er war ein Jahrhundert-Talent, er war der Liebling des Publikums, er hatte alles erreicht, was man in Deutschland als Profi-Fußballer erreichen kann: Sebastian Deisler war mit 21 Jahren der Spielgestalter der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und der Star beim Starclub FC Bayern. Aus höchster Höhe ist der junge Mann nach acht Jahren in diesem harten Geschäft abgestürzt: Zahlreiche Verletzungen und eine sich immer weiter ausbreitende Depression haben aus dem ehemaligen Helden einen gebrochenen Mann gemacht, der seine Fußballschuhe an den Nagel hat hängen müssen. In seinem Buch beschreibt Deisler-Freund Michael Rosentritt, der sich zwei Jahre lang mit dem ehemaligen Fußball-Profi immer wieder zu Unterhaltungen und Interviews getroffen hat, wie es zur Katastrophe gekommen war. Er tut das auf eine Weise, die zugleich einfühlsam und schonungslos offen ist. Da werden Blicke in die Seele eines Menschen erlaubt, der – am Boden zerstört – sich langsam und mühsam seinen Weg zurück in ein normales, gesundes Leben erkämpft. Eine berührende Lektüre.
Susanne Holzapfel
MedienNr.: 317 218 fest geb.: 22,95 €

/ Dietrich Schulze-Marmeling; Hubert Dahlkamp. – Göttingen: Verl. Die Werkstatt, 2010. – 702 S.: zahlr. Ill.; 25 cm
Das bereits 2002 zum ersten Mal erschienene und 2006 stark erweiterte Buch ist nun um die jüngste Weltmeisterschaft in Südafrika ergänzt. Historisch gründlich beginnt Schulze-Marmeling seinen Überblick nicht erst bei der ersten WM 1930 in Uruguay, sondern bereits mit den olympischen Turnieren, die als Vorläufer zu betrachten sind. Zu allen Championaten bietet das Buch eine Übersicht des Turnierverlaufs, skizziert aber auch die Entwicklung des Fußballs im Gastgeberland und die allgemeinen wie spezifisch sportpolitischen Umstände, die der Vergabe der einzelnen Weltmeisterschaften vorangingen. Natürlich zeigt der Autor auch die taktischen Veränderungen auf, die den Fußball seit Jahrzehnten ständig und dynamisch verändern. Jede Turnierbeschreibung schließt mit einer Zusammenfassung der spielerischen und athletischen Entwicklung ab. Selbstverständlich schildert das Buch die WM 2010 besonders ausführlich, beleuchtet die Bedeutung der erstmaligen Austragung auf afrikanischem Boden und zieht ein sportliches Fazit: Der schöne und kreative Fußball habe sich gegen defensiven und kraftbetonten durchgesetzt, obwohl er von diesem auch Impulse bezogen habe. Daneben bietet das Buch auch einen gründlichen Statistikteil und ein kleines Lexikon über Spieler, Trainer und Funktionäre. Leider wurde bei letzterem nicht immer gründlich lektoriert. So wird dort Gerd Müller als Rekordschütze der Weltmeisterschaftsgeschichte geführt. Ein paar Seiten weiter ist es der Brasilianer Ronaldo. Da ist einfach vergessen worden, den Eintrag über den "Bomber" zu aktualisieren. Denn tatsächlich hat der Brasilianer ein Tor mehr. Ein Stand, der schon seit 2006 gilt. Dennoch fesselt das Buch durch seine vielseitige Betrachtungsweise nicht nur den fußball-, sondern auch den allgemein sportinteressierten Leser. Überall zu empfehlen!
Alois Bierl
MedienNr.: 338 955 fest geb.: 29,90 €

: Roman / Fabio Stassi. – Dt. Erstausg. – Zürich: Kein & Aber, 2010. – 283 S.; 19 cm. – Aus dem Ital. übers.
Im Paris der zwanziger Jahre verliebt sich der junge Rigoberto unsterblich in die schöne Andalusierin Consuelo. Aber die Schöne verschwindet bald auf mysteriöse Weise auf immer. Rigoberto ist untröstlich. Er weiß jedoch, dass Consuelo für die Weltmeisterschaftstrophäe Modell gestanden hat. Nun setzt er alles daran die berühmte Statuette zu stehlen. Doch das Objekt seiner Begierde wird meistens zu gut bewacht. Erst als Brasilien zum vierten Mal Weltmeister wird und die Trophäe endgültig im Land bleibt, ist der Coup plötzlich ganz leicht. Rigoberto zieht sich, nun als alter Mann, in ein abgelegenes Refugium in Südamerika zurück. – In dieser Geschichte wird die Irrfahrt eines Phantasten rund um den Globus geschildert, der seinen Traum lebt und sich durch nichts von seinem Ziel abbringen lässt. Es gibt immer wieder Zeitsprünge, v.a. wenn die Taten und Erlebnisse seiner Vorfahren geschildert werden. Das ist aber alles so unterhaltsam erzählt, dass keine Irritationen aufkommen. Die Jagd nach der Trophäe ist auch eine Geschichte des 20. Jh. mit seinen Tragödien und Kriegen. Ein wunderbares Buch, überall einsetzbar und für Fußballfreunde besonders interessant. (Übers.: Monika Köpfer)
Erwin Wieser
MedienNr.: 329 177 fest geb.: 19,90

: 30 Fußballidole im Gespräch / Klaus Smentek; Dirk von Nayhauß. – 1. Aufl. – Bielefeld: Delius Klasing, 2010. – 189 S.: überw. Ill. (farb.); 29 cm – (Sport)
Eins zu eins bedeutet in der Reportersprache ein längeres Interview von Angesicht zu Angesicht. Der Chefredakteur des "Kicker-Sportmagazins", Klaus Smentek, hat zusammen mit Kollegen mit 30 Fußballstars gesprochen, um sie als Persönlichkeiten und nicht nur als Sportler zu zeigen. Dazu zählen Trainer, Manager, aktive und ehemalige Spieler und Spielerinnen, die jeder kennt: Franz Beckenbauer, Udo Lattek, Birgit Prinz oder Günther Netzer. Natürlich geht es dabei um die eigene Karriere, sportliche Begegnungen, aber auch um Lebenserfahrungen und unerfüllte Träume. Wie überall gibt es dabei weise und weniger weise Antworten, aber sie charakterisieren die vorgestellten Sportler durchaus glaubwürdig und das macht die Interviews interessant. Wenn Sepp Mayer auf die Frage ob er ein Instrument spiele, erwidert: "Ja, CD-Spieler", dann ist das genau die Antwort, die zum Bild des Torwart-Spaßvogels passt, der keine tiefschürfenden Probleme kennt, auch nicht im Zusammenhang mit seinem fast tödlichen Autounfall, der 1979 seine Karriere beendete. Dagegen reflektiert die Weltmeisterin Birgit Prinz die totale Vermarktung ihres Sports und die Schwierigkeit, sich den Erwartungen der Medien zu entziehen. Beim Gespräch mit Lothar Matthäus, der diesen Erwartungen etwa seitens der BILD-Zeitung stets entsprochen hat, wird deutlich, wie sehr ein Sportler dadurch in der öffentlichen Wahrnehmung geprägt wird, obwohl er sich selbst in vielem ganz anders einschätzt. Und es gibt Interviews wie mit Wolfgang Overath, der fast beiläufig erzählt, dass er zwei Obdachlosenhäuser in Köln finanziert, mit deren Bewohnern er jedes Weihnachten in die Kirche geht. Der gläubige Katholik will dadurch einfach seine Dankbarkeit gegenüber Gott ausdrücken. – Das Buch bietet eine lesenswerte Galerie, in denen Sportstars sich selbst darstellen, unterstützt und manchmal auch herausgelockt von gut vorbereiteten Journalisten. Lesenswert!
Alois Bierl
MedienNr.: 329 401 fest geb.: 29,90 €
Mit einem Klick auf den Playbutton können Sie sich den heutigen Tagessegen ansehen.
Quelle: www.kirche.tv
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