Frauenfußballsachbücher

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Frauenfußball

: der lange Weg zur Anerkennung / Rainer Hennies ... (Hg.). – Göttingen: Verl. Die Werkstatt, 2009. – 382 S.: zahlr. Ill.; 25 cm

Über die Anfänge des Frauenfußballs muss man an vielen Stellen lächeln, denn diese sind oft mehr mit einer Faschingsparty vergleichbar als mit gutem Spiel. Dabei gab es schon früh wirklich ernsthafte Versuche, Mannschaften zu organisieren. Jedoch galt Fußball im frühen 20. Jh. als zu wenig damenhaft und daher wurden lediglich Charity-Veranstaltungen während der beiden Weltkriege genehmigt. Der Weg zum heutigen professionellen Sport war mehr als steinig und wurde von sehr mutigen Frauen und Männern geebnet, oft unter Einsatz des Privatvermögens und der persönlichen Freiheit. Erstaunlich ist, dass der Deutsche Fußballbund sich zwar am längsten weigerte, Fußballerinnen anzuerkennen, mittlerweile aber zusammen mit den Skandinaviern zu den Vorreitern im Frauen-Profifußball gehört. – Besonders die Anfänge des Sports sind gut erklärt und auch mit internationalen Ausblicken spannend gestaltet. Der aktuelle deutsche Fußball kommt allerdings ein bisschen zu kurz. Im Hinblick auf die WM wären auch Adressen für interessierte Jungspielerinnen oder ein Einblick in die Jugendarbeit allgemein sehr hilfreich gewesen. In Anbetracht der Frauenfußballweltmeisterschaft 2011 ist dieses Buch gerade für Fans und solche, die es werden wollen, sehr interessant. Breit einsetzbar!

Stefanie Simon

MedienNr.: 311 502 fest geb.: 24,90 €

 

Galczynski, Ronny: Frauenfußball von A – Z

: das Lexikon des deutschen Frauenfußballs; Spielerinnen, Vereine und Rekorde; viele Hintergrundgeschichten / Ronny Galczynski. – Orig.-Ausg. – Hannover: Humboldt, 2010. – 392 S.: Ill. (überw. farb.); 18 cm – (Freizeit & Hobby)

Auf knapp 400 Seiten bietet dieses Lexikon alles Wissenswerte zum deutschen Frauenfußball seit dessen professionellen Anfängen 1990. So findet der interessierte Leser nicht nur kompakte Informationen zu allen Vereinen, sondern auch zu allen bekannten Spielerinnen. Aber auch internationale Größen, wie zum Beispiel die Weltfußballerin des Jahres, Marta, finden Eingang in das Lexikon. Abgerundet wird das Buch mit aktuellen Statistiken zur Bundesliga, den Vereinen und Spielerinnen. – Ein kompaktes, handliches Lexikon, das viele Fans und Interessierte begeistern wird.

Stefanie Simon

MedienNr.: 566 928 kt.: 12,95 €

 

Gundel, Okka: 11 Freundinnen müsst ihr sein

: warum Frauenfußball begeistert / Okka Gundel. – Orig.-Ausg. – München: Knaur-Taschenbuch-Verl., 2011. – 203, [16] S.: Ill. (farb.); 19 cm – (Knaur; 78449)

Mit der Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland steuert der deutsche Frauenfußball seinem vorläufigen Höhepunkt entgegen. Grund genug für die deutsche Sportjournalistin, ein launig geschriebenes Buch zum Thema vorzulegen. Darin beschreibt sie die Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland, beginnend mit dem Verbot im Jahre 1955 – u.a. glaubte man, dass sich der Sport negativ auf die Fruchtbarkeit der Frauen auswirkte -, über die Aufhebung des Verbots 1970, der Geburtstunde der Nationalmannschaft bis hin zu den Jahren an der Weltspitze. Darüber hinaus stellt sie die bekanntesten und wichtigsten Spielerinnen im Porträt vor, hier darf natürlich auch die Bundestrainerin Silvia Neid nicht fehlen. In Plauderlaune erzählen die Spielerinnen lustige Anekdoten, von ihren größten Erfolgen aber auch schmerzlichen Niederlagen und geizen nicht mit Tipps und Tricks für Nachwuchsspielerinnen.

Redaktion borro medien

MedienNr.: 569 302 kt.: 9,99 €

 

Jones, Steffi: Der Kick des Lebens

Wie ich den Weg nach oben schaffte / Steffi Jones – Fischer Taschenbuch, Frankfurt, 2007; Taschenbuch, Kartoniert; unter Mitarb. v. Broka Herrmann, Fischer Taschenbücher Bd.17641, 2007. 221 S. m. Fotos. 19 cm

Verlagsinformation:

Bereits als Kind muss Steffi Jones sich dem erbitterten Kampf des Lebens stellen: In der Kindheit überlebt sie nur knapp eine gefährliche Lungenentzündung und einen schweren Verkehrsunfall. Im Kindergarten und während der Schulzeit muss sie sich gegen rassistische Übergriffe zur Wehr setzen. Als schliesslich der Vater die kleine Familie verlässt, wird die Mutter zum Fels in der Brandung: Sie zieht ihre Kinder von nun an unter schwersten Lebensbedingungen groß. Tragischerweise versucht ihr Bruder Christian diesem Alptraum im Drogenrausch zu entfliehen.

Steffi Jones dagegen entdeckt für sich den Fußball. Dank ihres außergewöhnlichen Talents darf sie als Mädchen unter lauter Jungen trainieren und muss sich entprechend behaupten: Bis sie in die erste Mädchenmannschaft kommt und ihre außergewöhnliche und erfolgreiche Fußballkarriere beginnt…Stephanie Ann “Steffi” Jones, geboren am 22. Dezember 1972 in Frankfurt am Main, begann Ihre Karriere beim Vereinsfußball. Von 1976 bis 1986 spielte sie in der männlichen Jugendmannschaft des SV Bonames in Frankfurt, wechselte dann über mehrere Jahre die Frauenmannschaften. Seit 2000 spielt sie für den 1. FFC Frankfurt. Seit 1991 spielt sie in der Frauen-Bundesliga und seit 1993 für die Frauennationalmannschaft. Deutsche Meisterin wurde sie 1998 mit dem FSV Frankfurt und 2001, 2002, 2003 und 2005 mit dem 1. FFC Frankfurt. 2001, 2002 und 2003 wurde sie DFB-Pokalsiegerin mit dem 1. FFC Frankfurt, 2003 US-Meisterin mit Washington Freedom und UEFA Women’s Cup-Siegerin mit dem 1. FFC Frankfurt 2002 und 2006. Im Jahr 2005 wurde sie zum dritten Mal in Folge Europameisterin mit der Frauennationalmannschaft. 2000 und 2004 gewann sie mit der Nationalmannschaft die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Sydney.

Ihr soziales Engagement, vor allem für Kinder und Jugendliche, wurde am 11. Juni 2006 durch den Hessischen Verdienstordens gekrönt, den sie für jahrelanges ehrenamtliches Engagement als Schirmherrin des Projekts Ballance 2006 Integration und Toleranz für eine friedliche Fußball-Weltmeisterschaft erhielt.

ISBN-13: 9783596176410; 8.95

 

Bajramaj, Lira: Mein Tor ins Leben

Vom Flüchtling zur Weltmeisterin / Lira Bajramaj – Südwest-Verlag, 2009; Hardcover, Kartoniert; Unter Mitarb. v. Jana Wiske u. Dietmar Neß, 2009. 157 S. 21,5 cm.

Verlagsinformation:

Kick it like Lira - vom Kriegsgeschehen zum Weltmeistertitel

Sie ist eines der schönsten Gesichter der deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft. Lira Bajramaj vereint sportliche Klasse mit weiblicher Attraktivität - und sie hat, als Migrantenkind, eine unglaubliche und spannende Geschichte zu erzählen:

Mit fünf Jahren flieht sie mit ihrer Familie aus dem Kosovo - die Repressalien der serbischen Regierung waren nicht länger zu ertragen. Ohne alles, ohne Essen und ohne Visum, begann eine Odyssee, die schließlich in Remscheid ihr Ende fand.

Die Anfänge in Deutschland waren schwierig: Rassismus und Armut waren ständige Begleiter. Doch Lira Bajramaj findet für sich einen Weg, in ihrer neuen Heimat anzukommen und neue Freunde zu finden. Sie spielt Fußball - erst heimlich, gegen den Willen ihres Vaters, später dann mit seiner ganzen Unterstützung. Und es lohnt sich: Ihr Talent bringt sie nicht nur in die Frauen-Bundesliga, sondern sogar bis in die Nationalmannschaft und zum Weltmeistertitel.

Doch ihre Vergangenheit, ihren Weg hat sie nicht vergessen: Mit diesem Buch möchte sie - vor allem für junge Frauen - ein Zeichen setzen: für mehr Integration und den Willen, immer an sich selbst zu glauben.Fatmire Lira Bajramaj wurde 1988 im Kosovo geboren. Im Alter von fünf Jahren siedelte sie mit ihrer Familie nach Deutschland über. Mittlerweile spielt sie in der Frauen-Bundesliga (beim FCR 2001 Duisburg) und auch in der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, mit der sie 2007 Weltmeisterin wurde. Bei den Olympischen Spielen 2008 schoss sie das deutsche Team mit zwei Toren in Führung und sicherte so die Bronzemedaille.

ISBN-13: 9783517085395; 9.95 €

 

Bulla, Michael: Die Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung seiner öffentlichen Wahrnehmung in ausgewählten Medien

/ Michael Bulla – Grin Verlag, 2010; Hardcover, Kartoniert; Akademische Schriftenreihe, Bd. V142110, 2010. 104 S. 210 mm

Verlagsinformation:

Ziel der Untersuchung ist es, exemplarisch die öffentliche Wahrnehmung der ersten Frauen-WM des Jahres 1991 und der WM 2007 in China gegenüberzustellen, um anschließend beide Weltmeisterschaften in Bezug auf die Medienberichterstattung bzw. die Wahrnehmung der Frauenbundesliga in Deutschland zu vergleichen.

Dabei wurden in den entsprechenden Zeitungen bzw. Zeitschriften jeweils Zeiträume von mindestens zehn Tagen vor und nach dem entsprechenden WM-Ereignis untersucht, um eventuelle eröffnende oder abschließende öffentliche bzw.mediale Stimmungen einzubeziehen.

Folgende Fragestellungen sind hierbei Erkenntnis leitend: Wie wird die deutsche Frauennationalmannschaft bei der ersten WM 1991 und der letzten WM 2007 dargestellt und wahrgenommen? Gibt es Unterschiede in der Darstellung bzw. Berichterstattung bezüglich der zu untersuchenden Weltmeisterschaftsturniere in der Presse zwischen männlichem und weiblichem Fußball?

Der nationale deutsche Frauenfußball wird heute öffentlich anderswahrgenommen als der Internationale. Die zu untersuchenden Gründe dafür sind vielschichtig und unterschiedlich. Dabei gilt es zu prüfen, ob bzw. inwieweit sich die Erfolge der Frauennationalmannschaft auf das mediale und öffentliche Interesse der Frauenbundesliga ausgewirkt haben. Welche Unterschiede lassen sich heute in Bezug auf die Wahrnehmung des Frauenfußballs in den Medien bzw. der Presse, verglichen mit früheren Zeiten bzw. Turnieren erkennen?

Wie attraktiv und populär ist die Plattform Damenfußball in Deutschland für Zuschauer, Medien und Sponsoren…

ISBN-13: 9783640520824; 39.90 €

 

Hoffmann, Eduard/Nendza, Jürgen: Verlacht, verboten und gefeiert

Zur Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland / Eduard Hoffmann, Jürgen Nendza; Landpresse, 2011; Hardcover, Gebunden; Neuaufl. 2011. 84 S. m. zahlr. z. Tl. farb. Abb. 21 x 27 cm

Verlagsinformation:

“Lasst sie doch Fußball spielen!” bricht 1957 nach einem Damenfußball-Länderspiel die Münchener Abendzeitung eine Lanze für die Frauen. Da hatte der Deutsche Fußball-Bund den Damenfußball bereits seit zwei Jahren verboten. Erst 1970 beugt sich der DFB dem Druck der Fußballfrauen und hebt sein Verbot auf. Vorurteile und Ressentiments bleiben jedoch noch lange bestehen ... Eduard Hoffmann und Jürgen Nendza präsentieren mit diesem Buch ein vielseitiges Kaleidoskop der dornenreichen Geschichte des heute so erfolgreichen deutschen Frauenfußballs, der 2003 als Krönung den Weltmeistertitel der Nationalelf feierte. “Verlacht, verboten und gefeiert” ist eine ebenso hintergründige wie unterhaltsame Lektüre, ein Buch, das einen kurzweiligen Bogen schlägt, von den Anfängen des weiblichen Kicks in Deutschland bis zur Gegenwart und nicht zuletzt spannende Einblicke gibt in die graue Spielzeit zwischen 1955 und 1970.

ISBN-13: 9783941037700; erscheint laut Verlag in neuer Auflage 2011; 14.80 €

 

Scharf geschossen

Die Krimi-Anthologie zur Frauen-Fußball-WM 2011; KBV, 2011 / hrsg. v. Rebecca Gablé u. Thomas Hoeps, KBV Taschenbücher Bd.236, 2011. Kartoniert, 210 S. 180 mm

Verlagsinformation:

Ein blutiges Sommermärchen: Die deutsche Krimi-Nationalmannschaft der Frauen lässt es in 12 spannenden Kurzkrimis rund um das Thema Frauenfußball und Frauenfußball-WM so richtig krachen.

Im Sommer 2011 feiert Deutschland die Frauen-Fußballweltmeisterschaft. Teamchefin Rebecca Gablé und Teammanager Thomas Hoeps sind in die Katakomben der Krimiwelt hinabgestiegen, um in den Autorinnenkabinen die Besten der Besten zu nominieren und eine Mannschaft zu schmieden, die noch den ärgsten Fußballmacho vor Schreck erbleichen lässt. Aufgestellt sind Nessa Altura, Petra Busch, Sabine Deitmer, Christiane Franke, Nina George, Brigitte Glaser, Kathrin Heinrichs, Carmen Korn, Tatjana Kruse, Judith Merchant und Susanne Mischke. Die 1964 geborene Rebecca Gable war nach dem Studium der Literaturwissenschaft, Sprachgeschichte und Mediävistik als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig. Heute arbeitet sie als freie Autorin und Literaturübersetzerin. Thomas Hoeps, geb. 1966, studierte Germanisitk und Informationswissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und an der TU Dresden. Heute lebt er als freiberuflicher Schriftsteller und Literaturveranstalter in Krefeld.

ISBN-13: 9783942446105; 9.50 €

 

Kraus, Ulrike: Die Zukunft des Fußballs ist weiblich

Beiträge zum Frauen- und Mädchenfußball / Ulrike Kraus – Meyer & Meyer Sport, 2007; Hardcover, Kartoniert; Hrsg. v. Gregor Gdawietz u. Ulrike Kraus, 2007. 126 S. m. Abb. 21 cm

ISBN-13: 9783898991667; 18.95 €

Aus der Tiefe des Traumes

Elf Frauen erzählen Fußballgeschichten / Luchterhand Literaturverlag, 2006. Taschenbuch, Kartoniert. 170 S. 19 cm


Verlagsinformation:

Fußball soll reine Männersache sein? Mitnichten! Die deutschsprachigen Literaturhäuser haben elf Autorinnen beauftragt, ihren männlichen Kollegen eine der letzten Männer-Domänen streitig zu machen: die Fußballerzählung. Sibylle Berg, Ines Geipel, Annett Gröschner, Uta Maria Heim, Petra Morsbach, Fanny Müller, Dagmar Leupold, Sibylle Lewitscharoff, Annette Pehnt, Eva Rossmann und Antje Ravic Strubel werden uns beweisen, dass Foulspiel, Pöbelei und die viel beschworene Kunst des Stellungspiels keinem Geschlecht alleine gehören. Als der Niederländer Frederik J. J. Buytendijk Anfang der 1950er Jahre in der unter anderen von Georg Picht herausgegebenen Schriftenreihe »Weltbild und Erziehung« seine so der Untertitel »psychologische Studie« »Das Fußballspiel« veröffentlichte, war die Welt noch in Ordnung. Der sich mehr und mehr ausbreitende Fußball hatte sich in vielen Ländern zum Volkssport ersten Ranges entwickelt, und die folgende Weltmeisterschaft in der Schweiz sollte diese Popularität, nicht nur in Deutschland, weiter steigern. Kein Zweifel bestand für Buytendijk, dass der Fußball anders als Schwimmen oder Turnen eine ausschließlich dem männlichen Geschlecht vorbehaltene Sportart sei. Frauen und Fußball, diese Verbindung verbot sich in Buytendijks Augen aus weltanschaulichen Gründen, deren Gültigkeit anthropologisch untermauert wurde:

»Das Fußballspiel als Spielform ist also wesentlich eine Demonstration der Männlichkeit, so wie wir diese auf Grund unserer traditionellen Auffassungen verstehen, und wiesie zum Teil durch die körperliche Anlage (die hormonale Irritation) hervorgerufen wird. Es ist noch nie gelungen, Frauen Fußball spielen zu lassen, wohl aber Korbball, Hockey, Tennis, und so fort. Das Treten ist wohl spezifisch männlich; ob darum Getretenwerden weiblich ist, lasse ich dahingestellt. Jedenfalls ist das Nicht-Treten weiblich! Im Fußballspiel zeigt sich in spielender Form das Grundschema der männlichen Neigungen und der Werte der männlichen Welt. (...) Das Fußballspiel jedoch, als spontanes primäres Jungenspiel, ist unmittelbar, vom Ursprung her undiszipliniert und undurchdacht. Primär ist auch die Fußbeherrschung, namentlich das gerichtete Terrain, eine schwierigere Aufgabe als das gerichtete Treten, eine schwierigere Aufgabe als gerichtetes Werfen, wiewohl auch dies durch bestimmte Spielregeln recht schwierig werden kann. Der Junge ist mehr als das Mädchen geneigt, sich solch eine Welt von schwierigen Aufgaben zu formen, so wie das unter anderem in seiner Abenteuerlust und seiner Waghalserei zum Ausdruck kommt. Auch gibt das Bewusstsein, etwas Schwieriges leisten zu können, dem Jungen ein stärkeres Gefühl von Eigenwert.«

Ein gutes halbes Jahrhundert später ist von dieser scheinbar eindeutigen Geschlechterzuordnung wenig geblieben. Wie sich die Frauen nach und nach gesellschaftliche Terrains eroberten, die für immer und ewig Männern vorbehalten schienen, ist auch der Fußball keine reine Männerdomäne geblieben. Wiewohl natürlich weiterhin eine erhebliche Differenz beim Zuschauerzuspruch und bei der Medienpräsenz besteht, erregt es kaum noch männlichen Schauder, wenn Frauen sich im »Treten« üben und ihre Qualitäten beim Flankenlauf oder Kurzpassspiel demonstrieren. Frauenfußball ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden, ja, mancherorts (etwa in den USA) gilt Fußball mittlerweile als Sport, der für Mädchen besonders geeignet sei.

ISBN-13: 9783630620909; 9.00 €

 

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Quelle: www.kirche.tv