Die Demokratische Volksrepublik Nordkorea ist ein Land im Abseits. Seit Jahren schottet der Machthaber in Pjöngjang, Kim Jong Il, sein Land und die Menschen von der Außenwelt ab. Nordkorea ist eines der letzten Länder, in denen ein Kommunismus stalinistischer Prägung Staatsdoktrin ist, mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung und für die Entwicklung des Landes. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Korea von der Sowjetunion und den USA in zwei unterschiedliche Besatzungszonen aufgeteilt, aus denen sich 1948 zwei voneinander durch eine fast undurchlässige Grenze getrennte unabhängige Staaten entwickelt haben. Während Südkorea eine wirtschaftlich und technologisch rasante Entwicklung durchlief, blieb das kommunistische Norden im grauen Betonschatten hängen.
Das Christentum entwickelte sich in Korea im Gefolge der ersten Missionare gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Pjöngjang war lange Zeit das Zentrum des Christentums auf der Halbinsel. Bis zum Jahr 1945 waren ca. 13 % der Bevölkerung Christen. Traditionsgemäß war das religiöse Leben im Norden dem im Süden ähnlich. Den Großteil der Bevölkerung des Landes machten Buddhisten und Konfuzianer aus, obwohl es beträchtliche Minderheiten von Christen und Nachfolgern des synkretistischen Cheondogyo (Religion der „himmlischen Weise“) gab.
Heute ist die religiöse Situation in Nordkorea unübersichtlich. Die von der Führung veröffentlichten Statistiken, die von ca. 10.000 Protestant/innen und 5.000 Katholik/innen sprechen, werden von Fachleuten stark angezweifelt. Nordkoreanische Flüchtlinge geben an, dass die Regierungsorgane starken Druck auf Menschen ausüben, die den christlichen Glauben leben wollen. Selbst der Besitz einer Bibel kann schon Grund für Verhaftung und Deportation in eines der berüchtigten Umerziehungslager sein. Das Christentum in Nordkorea wird offiziell durch die „Koreanische Christliche Vereinigung“ repräsentiert, eine vom Staat kontrollierte Institution, die für Kontakte mit ausländischen Kirchen und Regierungen verantwortlich ist.
Ein solches Land kann man nur in Ausnahmefällen unter scharfer Beobachtung und mit deutlichen Begrenzungen bereisen. Christoph Müldner ist Mitarbeiter einer sozialen Hilfsorganisation. Er lebt in Seoul, kümmert sich aber um Hilfsprojekte für Nordkorea und besucht in dieser Funktion das Land regelmäßig. Seine Gedankensplitter und Bilder sind das Ergebnis einer Reise nach Nordkorea.
Siehe auch:
Länderprofil Nordkorea bei Open Doors
Geduld im Wandel, der Not tut
Die Bilder außen herum sind billige Reproduktionen von Kindheitsträumen und Großmannssucht. Wie kann man die Welt nur in einem Spielzeug-Schaukasten halten? Es regnet und die Natur stellt permanent Unbequemlichkeiten in den Weg. Die greifbarste Ursache für die eigene Bewegungslosigkeit sind Bürokraten, Polizisten und Parteikader.
Zurück zur Agrargesellschaft
Die Verrohung erfolgt im Militär. Wer das Militär in der Hand hat, dem gehört die Macht im Land. Soldaten sind Arbeitsameisen, mit bloßen Händen werden Staatswerke gebaut. Auch sonst wühlen zu billigen Handlangern und Bauern gemachte Menschen am Straßenrand mit den Händen im Boden oder tragen Bündel auf den gebeugten Rücken. Die Ochsen sind klein. Das Schild - für Ochsen kein Zutritt zur Innenstadt - wird einfach übertrottet. Wen kümmert es schon, die Polizisten stehen nur dort, wo sie gegebenenfalls Beute von den Karossenfahrern machen können.
Dazwischen sich bewegen
Hier ein bisschen, dort ein bisschen wird vom eh knappen Kuchen abgeschnitten. Wenn es zum besseren Überleben dient, dann sind moralische Bedenken müßig. Im Alltag kommt es auf die Akteure an, auf die Ermöglicher und die zuliefernden Kleinprofiteure. Die, die die Mogelei zur Regel machen und damit weiter Abhängige schaffen, gelangen an die Macht der Unterwelt.
Bewegungs- und Kommunikationsfreiheit
Zum Schlafen an den Urlaubsort mit Strand verbracht und für einen Morgen am Weiterkommen aufgehalten. Der Staff der Anlage hat informiert und informiert auch, wenn es weitergehen darf. Irgendein Event ist der Grund. Welcher Event kann Besucher aufhalten und warum? Die Normalen können, an der Leine gelassen, zu Fuß gehen. Sie können mit Aufpassern untereinander reden. Sie lernen auswendig – sonntags –, Schüler/innen oder Student/innen mit dem Heft in der Hand und in der Sonne. Der Event, das war der „General“.
Grau
Im Staub der Zementfabrik das TB-Sanatorium. Der Staub legt sich auf die paar wenigen Bäume, als letzter Schatten auf die Lungen der Namenlosen. Es gibt nur wenig Strom, 4 Stunden am Tag, nicht ganz ausreichend, um die museumsreifen Röntgenapparate zu betreiben. Hier gilt es nur, die bittere Medizin zu schlucken.
Zentralismus - da bewegt sich nichts. Hier stehe ich, an mir kommt niemand vorbei. Alles dreht sich um mich, abweichende Überlegungen werden nicht geduldet. Anderes Handeln wird von der Polizei nicht erlaubt. Was wollt ihr, solange das System herrscht, sage ich, wo es lang geht.
Mainstream
Mit-Schwimmen. Alles ist im Fluss, der unweigerlich ins Meer fließt. Da vergehen alle Vergehen. Wie ist es nur möglich, so den Durchschnitt zu formen? Das Mittelmaß wurde abgesenkt und abgesenkt. Die Poverty-Line hängt auf den Boden.
1 Euro
„I have no jewelry.“ Warum diesen Satz im Englischen lernen? Das Wörterbuch für einen Euro wurde 1975 gedruckt, da waren die Zeiten noch anders, zumindest bestanden noch Träume, eines Tages der Elite angehören zu können. Die Stewardess fragt, welchen Eindruck man von ihrem Land mitnimmt. „Your country is poor.“ Ihre Antwort: „What do you mean with poor?"
Sie benötigen Javascript und Flash oder einen HTML5 fähigen Browser um dieses Video sehen zu können
Ach’imŭn pinnara (auch Aegukka genannt) ist die Nationalhymne der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea). Bis 1947 hatte Nordkorea dieselbe Nationalhymne wie Südkorea, bevor es die heutige, neu komponierte Hymne annahm. Der Text ist von Pak Seyŏng (1902–1989), die Melodie wurde von Kim Wŏn'gyun (1917–2002) komponiert.
mp3-Quelle: www.nationalanthems.info
Amtliche Eigenbezeichnung
조선민주주의인민공화국 bzw. 朝鮮民主主義人民共和國 (Chosŏn Minjujuŭi Inmin Konghwaguk, dt. Demokratische Volksrepublik Korea)
Hauptstadt
평양 (Pjöngjang)
Amtssprache(n)
Koreanisch
Sonstige offizielle Sprachen
--
Sonstige Sprachen
--
Anteile der Religionen an der Bevölkerung
Es gibt keine offiziellen Angaben oder verläßliche Schätzungen zur Religionszugehörigkeit in Nordkorea. Aufgrund der religionsfeindlichen Staatsideologie wird davon ausgegangen, dass die Mehrheit der Bevölkerung keiner Religion angehört.
Fläche
122.762 km²
Einwohner
ca. 23 Mio
Alle Rechte vorbehalten © 2011 Deutsche Bischofskonferenz