Neuseeland besteht aus zwei großen und mehr als 700 kleinen Inseln im pazifischen Ozean, südwestlich von Australien. Neuseeland ist ein klassisches Einwandererland. Zunächst waren es polynesische Einwanderer, die heute die indigene Maori-Kultur bilden. Später, nach der „Entdeckung“ durch niederländische Seefahrer und den britischen Kapitän James Cook, strömten zahlreiche Europäerinnen und Europäer in die Neue Welt des südlichen Pazifik. Vor allem im 19. Jahrhundert veränderte sich das Zahlenverhältnis der Bevölkerung zugunsten der mehrheitlich britischen Einwanderer. In jüngster Zeit wandern mehr Menschen aus asiatischen Ländern wie China und Indien ein. Heute sind ca. 23% der Bevölkerung nicht in Neuseeland geboren.
Entsprechend viele verschiedene Religionen sind in Neuseeland vertreten. Vorherrschende Religion ist das Christentum, jedoch gehören den etwa gleich großen anglikanischen, katholischen und presbyterianischen Kirchen nur etwa 37 % der Neuseeländer/innen an. Hinzu kommen noch kleinere christliche Gruppierungen wie die Methodisten und Baptisten.
Nur wenig kleiner ist die Zahl der Konfessionslosen, zu denen knapp ein Drittel der Neuseeländer/innen zählt. Daneben gibt es Menschen buddhistischen, hinduistischen, muslimischen und jüdischen Glaubens sowie Anhänger/innen der spezifisch neuseeländischen Ratana-Kirche. Ratana ist eine religiöse und politische Bewegung, die aus der sehr schlechten Lage der Māori zu Beginn des 20. Jahrhunderts hervorging. Sie grenzte sich gegen die weißen Machthaber ab, deren Praxis dem verkündeten christlichen Glauben nicht entsprach.
Während die anglikanische und die presbyterianische Kirche in den letzten Jahren einen Mitgliederschwund hinnehmen müssen, verzeichnen die meisten anderen Kirchen und Religionsgemeinschaften Zuwächse, meistens durch Einwanderung. Daher erhöhte sich die Zahl der Muslime beispielsweise von 2001 bis 2006 um 52 Prozent. Die katholische Kirche ist in den Großstädten der Nordinsel bereits größte Konfession.
Der hohe Anteil an Presbyterianer/innen im Süden der Südinsel hängt damit zusammen, dass dieses Gebiet hauptsächlich durch schottische Einwanderer besiedelt wurde. Die katholische Bevölkerungsmehrheit in manchen ländlichen Distrikten ist zum Beispiel in Waitakere auf Zuwanderung von Kroat/innen zurückzuführen. Die italienische katholische Gemeinde stellt aufgrund starker Zuwanderung die größte Gruppe innerhalb der neuseeländischen Katholiken dar.
Neuseeland besticht vor allem durch seine weite und unberührte Natur und seine wunderbaren Strände, Berge und Flüsse. Viele Menschen vor allem in den kälteren Regionen Nordeuropas träumen spätestens seit der Verfilmung des „Herr der Ringe“-Epos in Neuseeland davon, dorthin auszuwandern. Die vielfältige und faszinierende Landschaft hat jedoch einen geologischen „Pferdefuß“: Neuseeland liegt auf der Grenze zwischen der indisch-australischen und der pazifischen Kontinentalplatte. Dies hat zur Folge, dass das Land einer extrem hohen Zahl an Erdbeben ausgesetzt ist. Erst am 22. Februar diesen Jahres erschütterte ein starkes Beben die Stadt Christchurch auf der südlichen Hauptinsel. Damals fanden 170 Menschen den Tod, über 4000 wurden verletzt.
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God Defend New Zealand ist – gleichberechtigt mit God Save the Queen – eine der Nationalhymnen Neuseelands. Der englische Text stammt von Thomas Bracken (1843–1898). Die Melodie wurde 1876 von John Joseph Woods (1849–1934) komponiert.
mp3-Quelle: www.nationalanthems.info
Amtliche Eigenbezeichnung
New Zealand (Neuseeland)
Hauptstadt
Wellington
Amtssprache(n)
Englisch, Māori, Neuseeländische Gebärdensprache
Sonstige offizielle Sprachen
--
Sonstige Sprachen
Samoisch, Französisch, Hindi, Chinesisch, Deutsch
Anteile der Religionen an der Bevölkerung
52,4% Christen (14,7% Anglikaner, 13,4% Katholiken, 10,6% Presbyterianer, 13,7% andere oder nicht nähere spezifizierte Christen), 34,3% ohne Religion, 5% ohne Angabe, 1,7% Ratana und Ringatu, 5,4% Andere (Hindus, Buddhisten, Moslems, Juden u.a.)
Fläche
268.680 km²
Einwohner
ca. 4,3 Mio
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