Gemeinsam für Anerkennung kämpfen

Rund zwölf Millionen Menschen werden in Mexiko den Indígenas, der Urbevölkerung, zugerechnet. Obwohl sie damit mehr als zehn Prozent des mexikanischen Volkes ausmachen, werden sie Tag für Tag diskriminiert, missachtet und ausgegrenzt. Auf der Suche nach einem besseren Leben für sich und ihre Kinder haben mittlerweile Tausende Ureinwohner ihre Heimat verlassen und sind in die Hauptstadt gezogen.

Hinter hohen Metalltoren und Mauern, die verlassene Grundstücke umschließen, haben sich Hunderte Familien verschiedener indigener Ethnien aus den südlichen Bundesstaaten Mexikos niedergelassen. Sie leben in den „ciudades perdidas“, den so genannten „verlorenen Städten“, in eng aneinandergereihten Bretterbuden – von der Gesellschaft weitestgehend ignoriert. Immer wieder kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Bewohnern und der gefürchteten Spezialeinheit „Alamo“.

Indígenas entdecken ihre eigenen Wurzeln neu

Diese Situation will Angélica Fernández Bautista zusammen mit ihrem Team von „Cáritas Indígenas y Migrantes“ verändern und  setzt dabei auf die Wiederbelebung der traditionellen indigenen Gemeinschaften, in denen gegenseitige Solidarität einen hohen Stellenwert hat. Nach und nach entstehen auf diese Weise kleine Inseln indigener Selbstverwaltung, die ihre Interessen im Verbund vertreten und gemeinsam um Anerkennung kämpfen.

Ziel der Caritas ist es, die Bewohner der „ciudades perdidas“ ins öffentliche Bewusstsein zurückzuholen. Neben konkreter Hilfe, wie zum Beispiel Bildungskurse sowie Rechts- und Gesundheitsberatung, ist die Caritas Wegbereiter für eine Indígena-Seelsorge, welche die je eigene Spiritualität der unterschiedlichen Volksgruppen berücksichtigt. Dazu gehören zum Beispiel Gottesdienste in Muttersprache und die Feier traditioneller religiöser Feste.

In Kursen vermitteln Angélica und ihr Team Erwachsenen wie Kindern Selbstbewusstsein und Wissen um ihre Rechte. Sie befähigt die Indígenas, von Regierung und Behörden bessere Lebensbedingungen zu fordern und alltäglichen Herabsetzungen die Stirn zu bieten.

Mit 25.000 Euro trägt ADVENIAT dazu bei, dass ein Teil der Personalkosten gedeckt werden kann. Auch die Entwicklung und der Druck zweisprachiger Materialien wären ohne die Unterstützung nicht möglich.

Mit ADVENIAT Hilfe zur Selbsthilfe leisten

ADVENIAT begleitet die Arbeit von „Caritas Indígenas y Migrantes“ von Anfang an. Bitte unterstützen auch Sie die Indígenas in Mexiko-City bei Ihrem Kampf um Anerkennung und Recht auf bessere Lebensbedingungen mit Ihrer Spende!

ADVENIAT-Spendenkonto 345
bei der Bank im Bistum Essen (BLZ 360 602 95)
Verwendungszweck: Indígena Mex

oder spenden Sie per Internet: www.adveniat.de

Flagge von Mexiko

Mexikanische Hymne

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Himno Nacional Mexicano ist seit 1943 die offiziell bestätigte mexikanische Nationalhymne, sie wurde allerdings vorher bereits seit 1854 offiziell genutzt. Der Text, der über die mexikanischen Siege berichtet und zur Verteidigung des Landes ruft, wurde von dem Dichter Francisco González Bocanegra im Jahr 1853 geschrieben, während er von seiner Verlobten in einem Raum eingesperrt war. Die Musik entstand 1854 durch den Komponisten Jaime Nunó zum Text von Bocanegra.

mp3-Quelle: www.nationalanthems.info

Informationen

Amtliche Eigenbezeichnung
Estados Unidos Mexicanos (Vereinigte Mexikanische Staaten)

Hauptstadt
Ciudad de México (Mexiko-Stadt)

Amtssprache(n)
Spanisch

Sonstige offizielle Sprachen
anerkannte Nationalsprachen: 62 indigene Sprachen

Sonstige Sprachen
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Anteile der Religionen an der Bevölkerung
94,5% Christen (87% Katholiken, 7,5% Protestanten), 3,5% ohne Religion, 2% Andere oder ohne Angabe

Fläche
1.972.550 km²

Einwohner
ca. 112 Mio