Soziale Integration von Mädchen aus Armenvierteln in der Tagesstätte „Daniel Rebouças“

Ein Projekt des Kindermissionswerks "Die Sternsinger"

Vorgestellt von Eva Kersting


Die Hafenstadt Ilhéus liegt im Nordosten Brasiliens. Lange Zeit wurde in der Region um Ilhéus auf großen Plantagen Kakao angebaut und in die ganze Welt verschifft. In den 90er Jahren zerstörte eine Baumpilzkrankheit bis zu 90 Prozent aller Kakaobäume. Ein Kollaps der lokalen Wirtschaft und Sozialsysteme war die Folge.

Die Stadt erholt sich heute nur schwer von dieser Katastrophe. Armut und Arbeitslosigkeit sind weit verbreitet. Drogenhandel und Gewalt gehören zum Straßenbild dieser einst blühenden Hafenstadt. Vor allem Kinder und Jugendliche leiden unter der Situation. Viele Familien leben in Armutsvierteln und haben kaum genug Geld, ihren Kindern eine warme Mahlzeit am Tag zu geben oder ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.

Damit die Familien überleben, müssen die Kinder zum Lebensunterhalt beitragen und können nicht einfach Kind sein. Besonders Mädchen haben es in einer solchen Gesellschaft schwer. Sie werden häufig Opfer von Missbrauch, Prostitution oder Gewalt.

Bereits 1966 gründeten „Die Schwestern der Armen von St. Catarina von Siena“ in einem Vorort von Ilhéus eine Privatschule für Mädchen, die in den 90er Jahren zu einem Heim für Mädchen umfunktioniert wurde. Heute wird die „Casa da Criança Daniel Rebouças“ als Tagesstätte genutzt, um die Kinder nicht von ihren Eltern trennen zu müssen. Zurzeit werden rund 100 Kinder im Alter zwischen drei und 15 Jahren in der Tagesstätte betreut. Erst seit zwei Jahren steht die Tagesstätte auch für Jungen offen. Die Schwestern nehmen sich der Kinder an und betreuen und fördern sie.

Im Mittelpunkt steht die soziale Integration der Mädchen in eine Gesellschaft, in der sie ihre Rechte und Pflichten als Teil der Gesellschaft erkennen und in Anspruch nehmen. Sie sollen selbst einmal ihren Lebensunterhalt verdienen können und so der Armut entfliehen. Mit Hilfe von psychischer Betreuung und berufsvorbereitenden Maßnahmen werden die Mädchen in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt. Unterricht in Textilverarbeitung und Informatik bietet ihnen die Möglichkeit, später Geld zu verdienen und ein Teil der Gesellschaft zu werden. Neben schulischer Förderung werden Kurse in Musik, Tanz und Theater angeboten.

Besonderen Wert legen die Schwestern auf die Förderung in Bereichen wie Kreativität, zwischenmenschliche Beziehungen und Umweltbewusstsein. Die Mädchen und auch die Jungen lernen, wie sie selbst einmal im Leben zurechtkommen können und dass sie nicht auf Prostitution, Kinderarbeit oder Drogenhandel angewiesen sind.


Kindermissionswerk - Spendenkonto
Konto Nr.: 1 031
BLZ: 370 601 93 (Pax-Bank eG)
Verwendungszweck: Tagesstätte Reboucas

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Flagge von Brasilien

Brasilianische Hymne

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Die Musik der brasilianischen Nationalhymne Hino Nacional Brasileiro wurde 1822 von Francisco Manuel da Silva (1795–1865) anlässlich der Unabhängigkeit Brasiliens von Portugal komponiert. Obwohl das Stück während des Brasilianischen Kaiserreichs (1822–1889) niemals den Status einer offiziellen Nationalhymne hatte, wurde es sehr populär und meist ohne Text gespielt. Nach der Ausrufung der Republik 1889 gewann 1909 der noch heute gültige Text von Joaquim Osório Duque Estrada (1870-1927) in einem nationalen Wettbewerb und wurde 1922 zur offiziellen Hymne des Landes erklärt.

mp3-Quelle: www.nationalanthems.info

Informationen

Amtliche Eigenbezeichnung

República Federativa do Brasil (Föderative Republik Brasilien)

Hauptstadt
Brasília

Amtssprache(n)
Portugiesisch

Sonstige offizielle Sprachen
--

Sonstige Sprachen

indigene Sprachen, Deutsch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch

Anteile der Religionen an der Bevölkerung
89% Christen (73,6% Katholiken, 15,4% Protestanten), 7,4% ohne Religion, 3,6% Andere (Spiritismus, Zeugen Jehovas, Mormonen, Buddhisten, Juden, Muslime, Hindus, afro-brasilianische Religionen)

Fläche
8.514.215 km²

Einwohner
ca. 194 Mio