Im Profi-Fußball noch undenkbar,
im kirchlichen Bereich schon geübte Praxis:

Frauen und Männer kicken gemeinsam um den Pokal der Deutschen Bistümer

Von Martin Wißmann

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Münster. Das Spiel mit Abseits, rotgelber Karte und Elfmeter hat viele Freundinnen und Freunde, auch in den (erz-)bischöflichen Generalvikariaten und Ordinariaten der Bistümer Deutschlands: Fans, die treu in allen Höhen und Tiefen zu ihrem Verein stehen, und natürlich Aktive, die es auf den Platz zieht, voll motiviert, Männer und Frauen.

Sie haben richtig gelesen: Zumindest im Bischöflichen Generalvikariat Münster gehören fast von Anbeginn an Angehörige beiderlei Geschlechts zu den Teams, die für das Bistum den Ball im Spiel halten. Erst gab es in den Mannschaften nur einzelne weibliche Kicker, inzwischen ist das längst ausgewogen, quasi regelmäßig halb und halb. Und die Mixed-Fußball-Teams aus Münster spielen erfolgreich mit bei den Deutschen Meisterschaften der Bistümer, die seit 1984 ausgetragen werden. Mehrfach siegten die Münsterschen Crews, zuletzt 2009, oft erreichten sie gute, vordere Platzierungen.
Dabei gehört Fußball gar nicht zum Standardprogramm beim Betriebssport im Bischöflichen Generalvikariat Münster. Hier steht nicht der Wettkampfcharakter im Vordergrund, sondern es geht um vorbeugende Gesundheitsmaßnahmen und um das gesellschaftliche Miteinander. Regelmäßig kamen und kommen Kolleginnen und Kollegen aus dem Bischöflichen Generalvikariat Münster zum Betriebssport, um miteinander zu joggen, zu schwimmen, Volleyball zu spielen oder den Rücken zu schulen. Einzelne nehmen weitere Angebote des Betriebssport-Verbands Münster (www.bsv-muenster.de) in Anspruch. Die Palette reicht hier von Bosseln, Bowling, Motorrad, Schach oder Speckbrett bis zu Handball, Langlauf, Segeln, Ski Alpin, Tanzen oder Wandern – und vieles mehr. Auch Gesundheitssport wird dort angeboten: beispielsweise Fitness- und Funktionsgymnastik, Aerobic oder Pilates.
Alles, nur kein Fußball. Doch wenn die Ausschreibung zur nächsten Deutschen Meisterschaft der Bistümer kommt, wie in diesem Jahr zur 20sten Auflage des Wettkampfes Mitte Mai und dieses Mal in Augsburg, finden immer jeweils rund zwei Dutzend Frauen und Männer zusammen, um das Fähnchen für die Diözese auf dem Fußballplatz hochzuhalten. Aktive, die auch sonst als Freizeit- oder Vereinskicker mehr oder minder regelmäßig das Runde ins Eckige zu bringen trachten. Und Schlachtenbummler, die sie stimmgewaltig unterstützen.
Dass Frauen und Männer gemeinsam auf dem Platz kämpfen, ist für den Münsterschen Betriebssport-Koordinator Antonio Nulchis kein Thema: "Wer fußballbegeistert ist und mitspielen kann, ist willkommen." Der Obmann schüttelt verwundert den Kopf ob solch einer Frage: "Natürlich gilt das auch für fitte Frauen: Die spielen mit!"

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Quelle: www.kirche.tv