Von Alexandra Bauer

„Mäau, Mama, das heißt mäau, wenn sie herkommen soll. Und miau, wenn sie weggehen soll!“ Mein vierjähriger Sohn lässt sich nicht beirren. Und der Erfolg gibt ihm Recht. Er geht in die Knie, ruft immer wieder ruhig und geduldig sein ‚mäau’ und die scheue Katze kommt, streicht um seine Beine und lässt sich sogar den Bauch kraulen. Dann hat sie genug und läuft elegant wieder ihre Wege. Katzen sind schon sehr weibliche Tiere. Elegant, eigen, kämpferisch, neugierig, lustvoll und verspielt. An dieser Stelle ist es schon fast überflüssig zu erwähnen, dass ich Katzen mag.
Interessant ist eine Katze als Maskottchen für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland. 20Elf vielleicht nicht von der schönsten, aber auf jeden Fall von einer schönen Seite. Karla Kick. Am 18. Juni 1995 geboren. An dem Tag, als das deutsche Team zum ersten Mal im Finale einer Frauen-Weltmeisterschaft stand. Ihr Debüt hatte Karla Kick im vergangenen Jahr bei der U 20-WM, die auch in Deutschland stattfand. Damals haben die deutschen Mädels den Titel geholt. Vielleicht dürfen wir das dieses Jahr wieder erleben... Auch wenn Karla Kick als Maskottchen vorbehaltlos am Fairplay-Gedanken festhält und somit allen teilnehmenden Nationen die Daumen drückt. Die besten Frauen werden gewinnen.
Karla Kick hat einen natürlichen Vorteil, um mit verschiedenen Menschen in Kontakt zu treten. Denn obwohl sie nicht verbal kommunizieren kann, überzeugt sie mit katzenhaften Verhalten: Wo ein Ball auftaucht, kommt ihr Spieltrieb hervor und sie bringt andere dazu, mit ihr zu spielen. Nach Phasen intensiver Beschäftigung ruht sie sich aus, sammelt Kräfte. Dann streicht sie auch wieder durch die Straßen und über die Plätze, sieht sich neugierig um. Für eine Katze eher ungewöhnlich, trägt Karla Kick ein Fußballtrikot. Zum ersten Mal in der Geschichte haben die deutschen Fußballfrauen ein eigenes Trikot – aber das nur ganz nebenbei.
„Das Maskottchen steht auf beeindruckende Weise für die wichtigsten Attribute des Frauenfußballs: Leidenschaft, Spaß und Dynamik“, sagt die LOK-Präsidentin Steffi Jones – Ex-Nationalspielerin. Leidenschaft, Spaß und Dynamik gepaart mit Kontaktfreude, Kampfgeist und Ruhepausen – ein wirkliches Geschöpf Gottes. Kluge Tiere diese Katzen. Davon lass ich mich gerne inspirieren. Ich gehe einfach in die Knie und rufe ruhig und geduldig: „Mäau!“
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Quelle: www.kirche.tv
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