Auszeit…

Von Karin Uschold-Müller

Karin Uschold-Müller, Dipl. Religionspädagogin, Bildungsreferentin beim Katholischen Deutschen Frauenbund, Diözesanverband Regensburg

Fußball spielen ist für die Teilnehmerinnen des Turniers anstrengend und beansprucht alle Kräfte. Das anspruchsvolle Training und die Qualifikationen, um überhaupt bei dieser Weltmeisterschaft teilnehmen zu können, forderte die Spielerinnen im Vorfeld dieser Weltmeisterschaft heraus.

Nach diesem Turnier werden sich alle Beteiligten erst einmal eine kleine oder größere Auszeit vom Fußball gönnen, um wieder aufzutanken.

Auszeiten brauchen wir nicht nur vom Sport, sondern auch in unserem Alltags- und Berufsleben. Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, aus dem Arbeitsalltag auszusteigen? Ein halbes oder ganzes Jahr nur Zeit für die Dinge zu haben, die ohne feste Regeln und Vorschriften laufen und die wirklich Freude machen, wie Reisen durch die Welt oder unbegrenzt Zeit für die Familie und FreundInnen zu haben.

Es müssen nicht immer große Auszeiten sein, die etwas in uns verändern. Wer spürt, dass die eigenen Gewichtungen im Leben nicht mehr stimmig sind, der kann auch in kleinen Schritten Neues ausprobieren. Das können kleine Rituale sein, wie das bewusste Innehalten und Konzentrieren auf den eigenen Atem. Oder in die Natur hinaus zu gehen und sie mit allen Sinnen wahrzunehmen, auch das kann zum Auftanken und Kraftschöpfen beitragen. Mein besonderes Ritual ist es, den Tag mit Gott zu beginnen und am Ende des Tages über das Erlebte zu reflektieren, ihn Gott zu übergeben und somit bewusst abzuschließen. Es tut mir gut, meinem Tag in der Weise eine Struktur zu geben und Gott als Wegbegleiter mitgehen zu lassen. Diese tägliche Auszeit lässt den unruhigen Geist zur Ruhe kommen und mich gestärkt zurück.

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Quelle: www.kirche.tv