Maria Theresia Opladen, Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd)

Grußwort

Von Maria Theresia Opladen, Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd)

Liebe Freundinnen und Freunde des Frauenfußballs,

mit Ihnen freue ich mich, dass es bald losgeht mit der FIFA Frauenfußball-Weltmeisterschaft in unserem Land.
Fußballbegeisterte Frauen  – das konnte bis vor wenigen Jahrzehnten höchstens meinen, dass die Partnerinnen oder Mütter der Spieler am Spielfeldrand standen und diese anfeuerten, ganz gleich in welcher Liga sie spielten. Es bestand ein kaum hinterfragter gesellschaftlicher Konsens, dass Fußball doch wohl Männersache sei. Dieses Verständnis hat sich zum Glück geändert.

Dazu haben ganz wesentlich auch die Fußballspielerinnen der deutschen Nationalteams beigetragen. Durch ihre hervorragenden Leistungen haben die Spielerinnen mit bewirkt, dass insgesamt die Akzeptanz des Frauenfußballs in Deutschland in den letzten Jahren erheblich gestiegen ist.

Wie keine andere Sportart spiegelt der Frauenfußball in Deutschland die veränderten Geschlechterrollen in unserer Gesellschaft wider. Es versteht sich von selbst, dass wir als kfd unseren Frauen bei der WM 2011 nicht nur die Daumen drücken, sondern die Spiele auch tatkräftig unterstützen. So werden wir uns beispielsweise an den Fanmeilen vieler Spielorte beteiligen, damit im Fußball 2011 das Jahr der Frauen wird.

Bereits im Vorfeld hat sich eine Delegation unseres Verbandes zu einem Hintergrundgespräch mit dem Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Dr. Theo Zwanziger, in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main getroffen. Er begrüßte bei diesem Gespräch unsere Absichten ausdrücklich. Mit dem DFB teilen wir das Anliegen, das Ehrenamt zu fördern, ohne das viele Angebote in Sport, Kirche und Gesellschaft nicht möglich wären.
Zu diesem Gespräch  haben wir als Gastgeschenk einen Fußball, der unter fairen Bedingungen hergestellt wurde, mitgebracht. Es muss noch deutlicher ins Bewusstsein der Verantwortlichen im Fußball wie auch der Fans kommen, dass nicht nur im Spiel, sondern auch in der Herstellung von Sportartikeln und im Handel Fairness vorherrschen muss.

Für Frauen könnte sich auch beim Fußball in finanzieller Hinsicht noch manches verbessern. Die Siegesprämien liegen im Männerfußball um ein Vielfaches höher als bei gleichrangigen Frauenspielen. Auch der Frauenfußball muss als Wirtschaftsfaktor in den Blick kommen.

Wir freuen uns auf eine Weltmeisterschaft mit vielen spannenden Begegnungen: auf dem Rasen und auch zwischen den Fans der beteiligten Länder.

Mit freundlichen Grüßen

Maria Theresia Opladen
Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd)

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Quelle: www.kirche.tv