Fairplay – schon vor dem Anpfiff

Mehr als zwei Drittel aller weltweit hergestellten Fußbälle stammen aus Pakistan. Die Fußballindustrie ist eine der stärksten Wirtschaftszweige des Landes. Allein in der Region Sialkot, im Nordosten Pakistans, gibt es mehr als 100 Fußballproduzenten. Jeder fünfte Einwohner arbeitet hier in der Fußballherstellung. Doch das Zusammennähen der Lederbälle ist eine aufwändige und anstrengende Handarbeit. Die Arbeitsbedingungen für die Näherinnen und Näher sind dabei oft sehr schlecht.

Ballnäherin Roma näht für den Fairen Handel mit der GEPA
Waben pro Ball werden mit der Hand zusammengenäht

Gemeinsam mit vielen anderen Frauen sitzt Roma auf dem Boden des kleinen Nähzentrums. Um sie herum stapeln sich kleine Türme mit fünf- und sechseckigen Waben. Stich für Stich näht sie die kleinen Kunststoffwaben zusammen. 32 Einzelteile, zwei Nadeln, festen Zwirn, mehr als 700 Stiche und rund zwei Stunden Zeit braucht die 21-Jährige, um einen Fußball herzustellen. Außerdem viel Kraft und Geschick. Roma ist eine von rund 100.000 Ballnäherinnen im pakistanischen Sialkot. Einen festen Lohn für ihre Arbeit erhält die junge Frau nicht. Stattdessen wird sie pro gefertigtem Ball bezahlt. Der Stückpreis richtet sich dabei nach der Ballqualität. Für einen Ball der Qualität B bekommt Roma 47 Rupien (rund 77 Cent), statt der sonst üblichen 27 Rupien, denn sie arbeitet in einem Nähzentrum des Familienunternehmens Talon Sport. Mit dem Fairhandelssiegel auf den Fußbällen garantiert die Firma faire Arbeitsbedingungen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Trainingsfußball Wingmaster „White“

Während die Bälle früher noch in Heimarbeit genäht wurden, an der oft auch Kinder beteiligt waren, wird heute nur noch in Nähzentren produziert, um Kinderarbeit auszuschließen. Außerdem erhalten die Frauen und Männer
einen gerechten Lohn für ihre Arbeit. In einem Monat mit rund 24 Arbeitstagen nähen erfahrene Näherinnen und Näher bis zu 140 Bälle zusammen. Bei fairen Arbeitsbedingungen und Preisen reicht das schon, um den Grundbedarf einer Familie zu decken. Neben fairen Preisen für ihre Arbeit erhalten die Mitarbeiter der Firma Talon über ein Kleinkreditprogramm auch Darlehen zur Existenzgründung. Mit ihrer Hilfe entstanden bereits kleine Geschäfte, Schmieden, Teehäuser oder Frisörgeschäfte, die zur Erhöhung des Familieneinkommens beitragen. In einem betriebseigenen Gesundheitszentrum und einem Krankenhaus können sich die Näherinnen und Näher außerdem kostenlos untersuchen und stationär behandeln lassen. Außerdem wurden in zwei Nähzentren inzwischen Vorschulen für die Kinder der Arbeiter eingerichtet. So können die Eltern sicher sein, dass ihre Kinder gut betreut sind, während sie arbeiten.

Die E-Jugend von Teutonia 05 Hamburg-Ottensen kicken mit den GEPA-Bällen.

Faire Bälle – auch in Ihrer Einrichtung
Das Fairhandelsunternehmen GEPA hat 1998 damit begonnen, fair gehandelte Bälle einzuführen. Die angebotenen Fußbälle entsprechen mittlerweile sogar den Standards des Deutschen Fußball-Bundes und können in Freizeit,
Verein, aber auch in Schulen und Kindertagesstätten eingesetzt werden. Den bunten Miniball „Kid Star“ können Sie für 9,95 Euro bestellen, ab 16,95 Euro gibt es den großen Profiball. Unter ww.gepa.de/fairpay/htdocs/ballsortiment.html finden Sie das komplette Ballsortiment, produziert unter kontrollierten und fairen Arbeitsbedingungen.

Bestelladresse:
GEPA –
The Fair Trade Company
Zentrale Bestellannahme
Telefon: 02 02 / 266 83 - 31 / 32
Fax: 02 02 / 266 83 - 10
E -Mail: zba(at)gepa.org

Ballnäherin Roma unterstützt mit ihrer Arbeit den Schulbesuch der Geschwister. Das Einkommen des Vaters reicht zwar aus, um die Familie zu ernähren. Doch zur Finanzierung von Schuluniformen, Heften und Büchern für die vier Brüder und vier Schwestern ist er auf Romas Unterstützung angewiesen. Und Roma hofft, dass mit ihrer Hilfe der Traum der Familie in Erfüllung geht: „Meine Geschwister sollen später einmal Ärzte, Lehrer und Manager werden.“

Dieser Beitrag wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Kindermissionswerk "Die Sternsinger".

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Quelle: www.kirche.tv